20. Juni 2019

Gesünder essen und genießen
Von der Wissenschaft in Restaurants und Hotels

Foto: DEHOGA Leipzig
Holm Retsch begrüßt unseren neuen Partner, Dr. Tobias D. Höhn von nutriCARD im Verband. (Foto: DEHOGA Leipzig)

Der Kompetenzcluster für Ernährung und kardiovaskuläre Gesundheit (nutriCARD) hat ein großes Ziel: Die Gesundheit der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern – durch eine gesündere Ernährung. Denn Ernährung ist ein wesentlicher Faktor zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, der Todesursache Nummer eins in Deutschland und Europa. Und weil knapp drei Viertel der Deutschen regelmäßig in Restaurants und Kantinen essen, setzt nutriCARD in einem Pilotprojekt bei der Außer-Haus-Verpflegung an.

nutriCARD ist ein Verbundprojekt der Universitäten Halle, Jena und Leipzig und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Rund 40 Wissenschaftler und 80 Projektpartner arbeiten in der Grundlagenforschung, an der Entwicklung herzgesünderer Lebensmittel und an innovativen Ansätzen zur Kommunikation. „Wir verstehen uns als Forschungs- und Transfercluster, denn wir möchten unsere Ergebnisse nicht nur publizieren, sondern auch in der Praxis umsetzen", sagt Dr. Tobias D. Höhn von der Universität Leipzig.

Erste Erfolge in der Ernährungswirtschaft gibt es bereits. So wurden traditionelle Lebensmittel wie Leber-, Tee-, Bock und Rostbratwurst sowie Lyoner optimiert, das heißt der Anteil an Fett wurde maßgeblich reduziert und durch herzgesunde Fettaustauscher mit gesundheitlichem Mehrwert (pflanzliche Proteine, Ballaststoffe, Omega-3-reiche Öle) ersetzt. Die nutriCARD-Leberwurst wurde vom Sächsischen Fleischerinnungsverband mit „Gold" prämiert. Ministerpräsident Michael Kretschmer und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt haben nutriCARD jüngst für besondere Verdienste und Entwicklungen in der Ernährungswirtschaft Mitteldeutschlands ausgezeichnet.

Universitäten etablieren Kompetenzcluster für Ernährung und suchen Partner für Pilotprojekt

Gemeinsam mit Leipziger Restaurants, Kantinen und Hotels – und unterstützt vom DEHOGA – möchte nutriCARD nun Leipzig zur Modellstadt für herzgesunde Ernährung machen. „Wir entwickeln ein Qualitätslabel für Gastronomie, Kantinen und Hotellerie und schaffen eine öffentlichkeitsstarke Positionierung. Das hat Pilotcharakter für Deutschland", sagt Höhn. Dabei werden ausgewählte Gerichte der beteiligten Betriebe nach ihrem Nährstoffprofil untersucht, die Rezeptur mit dem Chefkoch der jeweiligen Einrichtung optimiert – und der Betrieb erhält dafür eine Auszeichnung. Dies wird werbewirksam auf einem Stadtplan sowie über gastrospezifische Informationsmaterialien und Messeauftritte publiziert. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

Einen Informationsflyer können Sie hier herunterladen.

 

Weitere Informationen:

Dr. Tobias D. Höhn
Universität Leipzig – nutriCARD
E-Mail: hoehn[at]uni-leipzig.de